Vaukelyn-Brand

Themen: Krankheit, Ausgrenzung, Anderssein, Identität, Diskriminierung erleben, Überfordernde Emotionen, Kontrollverlust

Der Vaukelyn-Brand betrifft all diejenigen, die sich dem Brennstoff zu lange ungeschützt ausgesetzt haben und vererbt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit. Betroffene haben eine deutlich geringere Lebenserwartung, sie altern schneller und sterben früher. Auch ihre Psyche ist verändert, die Emotionswelt intensiver. Diese mentale Veränderung wird unterschiedlich bewertet. Von den Nicht-betroffenen wird sie häufig als Beleg für die Andersartigkeit der Vaukelyn-Kranken gesehen. Unter den Betroffenen gibt es sowohl solche, die darunter leiden, als auch solche, die sie als eine besondere Fähigkeit wahrnehmen.

Den Vaukelyn-Brand gibt es schon länger, sodass es auch in anderen Fraktionen außer den Arbeiter*innen einzelne Betroffene geben kann. Der Prozess der Veredelung ist weniger gefährlich als der Abbau, wir werden also nicht die ganze Zeit mit Schutzkleidung spielen.

Betroffene der Krankheit leiden in der Gesellschaft unserer fiktiven Welt unter Diskriminierung. Diese kann sehr unterschiedlich aussehen. Die Grundlage bildet eine Vielzahl von Vorurteilen und Ängsten den Kranken gegenüber. Das kann zum Beispiel sein: Die sind anders. Die sind ansteckend. Die sind unzivilisiert. Die sind keine Menschen mehr, etwas in ihnen ist vollständig verändert worden…

Mit der Zeit haben sich starke Gemeinschaften der Betroffenen gebildet, die auf der gemeinsam erfahrenen Diskriminierung und einem Verständnis für das andere Empfinden fußen. Auch kultische Handlungen, angelehnt an das Brauchtum von Bergleuten, sind dabei entstanden.

Bei den Arbeiter*innen auf unserer Con gibt es einen solchen Kult. Alltagsrituale wie ein Arbeitssegen oder Essensgebet sind für sie normal und werden von der Führungsebene geduldet. Größere kultische Handlungen werden mit Skepsis betrachtet, aktuell aber noch zugelassen. Nicht alle in der Arbeiterschaft sind gleichermaßen darin eingebunden.

Wie es sich anfühlt den Brand zu haben? Es ist ein bisschen, als wären die Grenzen zwischen Menschen nicht mehr so scharf gezogen, als wären sie an manchen Stellen verwischt, durchlässiger. Wie können wir in dieser Welt Bestand haben? Sie ist kalt und hart und wir spüren doch so viel, werden wir daran zerbrechen?